Bleiben Sie ruhig. Stellen Sie das Wasser ab, wenn es geht, und schalten Sie im betroffenen Bereich den Strom aus. Danach fotografieren Sie den Schaden, informieren Ihre Versicherung und rufen einen Fachbetrieb für Leckortung und Trocknung.
Diese Reihenfolge schützt Sie, Ihr Haus und Ihren Anspruch gegenüber der Versicherung. Was Sie bei einem Wasserschaden Schritt für Schritt tun sollten und was Sie besser lassen.
Wasserschaden – was tun? Die Schrittfolge im Überblick
Diese sechs Schritte gelten für fast jeden Wasserschaden im Haus oder in der Wohnung. Arbeiten Sie sie der Reihe nach ab, soweit das gefahrlos möglich ist.
- 1Wasser abstellen. Drehen Sie den Hauptabsperrhahn zu. Er sitzt in der Regel beim Wasserzähler. Läuft das Wasser aus einem Gerät, schließen Sie zusätzlich dessen Zulauf.
- 2Strom sichern. Schalten Sie im betroffenen Bereich elektrische Anlagen und Geräte aus. Steht der Sicherungskasten selbst im Wasser, betreten Sie den Raum nicht. Dann kann nur der Netzbetreiber den Strom gefahrlos abschalten.
- 3Fotos machen. Halten Sie Wasserstand, betroffene Räume und beschädigte Gegenstände fest. Fotografieren Sie auch während einer Reparatur.
- 4Versicherung informieren. Melden Sie den Schaden bei allen Policen, die betroffen sein könnten.Fragen Sie dabei, wie Sie weiter vorgehen sollen.
- 5Fachbetrieb rufen. Ein Fachbetrieb findet die Ursache und beginnt mit der technischen Trocknung. Vilson Trocknung ist dafür rund um die Uhr erreichbar: +49 89 215 288 888.
- 6Möbel und Wertsachen sichern. Bringen Sie Gegenstände aus dem nassen Bereich in trockene Räume. Nehmen Sie stehendes Wasser auf. Sagen Sie allen im Haushalt Bescheid, damit niemand das Wasser wieder aufdreht.
Kurz zusammengefasst: Erst Wasser und Strom, dann Fotos und Versicherung, dann der Fachbetrieb. Möbel und Wertsachen bringen Sie in Sicherheit, sobald die Gefahr gebannt ist.
Warum zählen die ersten 24 Stunden?
Wasser bleibt nicht an der Oberfläche. Es zieht in Estrich, Dämmschicht und Mauerwerk. Je länger es dort steht, desto größer wird der Schaden.
Je schneller die Trocknung beginnt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für Materialschäden und Schimmelbefall. Durchfeuchtete Materialien sollten deshalb möglichst schnell getrocknet werden. Wir empfehlen, einen Wasserschaden innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden fachlich beurteilen zu lassen. Bei größeren Schäden, etwa nach einem Rohrbruch, beginnt die technische Trocknung idealerweise noch am ersten Tag.
Das heißt nicht, dass jede Minute zählt. Es heißt nur: Warten Sie nicht bis Montag, wenn der Schaden am Freitagabend passiert. Wir sind 24/7 im Einsatz und starten in der Regel sofort mit der Schadensaufnahme.
Woran erkennen Sie, woher das Wasser kommt?
Manchmal ist die Ursache offensichtlich: ein geplatzter Schlauch, eine undichte Spülmaschine, eine ausgelaufene Waschmaschine. Oft ist sie es nicht. Dann zeigt sich ein Wasserschaden im Haus nur schleichend.
Typische Anzeichen für einen verdeckten Wasserschaden sind:
- feuchte Flecken an Wand oder Decke,
- abplatzender Putz oder dunkle Verfärbungen an Fugen,
- muffiger Geruch in einem Raum,
- ein ungewöhnlich hoher Wasserverbrauch ohne erkennbaren Grund,
- warme Stellen am Boden, die auf ein Leck in der Warmwasserleitung hindeuten können.
In diesen Fällen hilft eine Leckortung. Vilson Trocknung arbeitet dabei zerstörungsarm mit Thermografie, Feuchtemessung und Endoskopkamera. So finden wir die undichte Stelle, ohne Wände auf Verdacht aufzustemmen. Die Ursache ist auch für die Versicherung wichtig. Leitungswasser, Starkregen oder Rückstau fallen unter unterschiedliche Policen.
Was sollten Sie bei einem Wasserschaden auf keinen Fall tun?
Viele Folgeschäden entstehen nicht durch das Wasser selbst, sondern durch gut gemeinte Sofortmaßnahmen. Diese Fehler sollten Sie vermeiden.
Wände oder Böden auf Verdacht öffnen
Wer die Wand aufstemmt, um das Leck zu suchen, vergrößert oft den Schaden. Außerdem fehlt dann der Nachweis, wo das Wasser herkam. Zerstörungsarme Leckortung findet die Stelle gezielt. Bewahren Sie ausgetauschte Teile wie Schläuche oder Rohrstücke auf, bis die Versicherung sie freigibt.
Mit dem Heizlüfter trocknen
Ein Heizlüfter erwärmt die Luft, entzieht ihr aber kein Wasser. Die Feuchte bleibt im Raum oder zieht in andere Bauteile. Technische Trocknung arbeitet mit Kondens- oder Adsorptionstrocknern, die der Luft gezielt Feuchtigkeit entziehen. Sie gehört in die Hand einer qualifizierten Fachfirma.
Feuchte Stellen abdecken
Legen Sie keine Folie und keinen Teppich auf nasse Flächen. Darunter kann die Feuchte nicht entweichen. Lassen Sie stattdessen Luft an die betroffenen Stellen.
Reparieren oder entsorgen ohne Dokumentation
Entsorgen Sie beschädigte Gegenstände nicht vorschnell. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Versicherung. Was weg ist, lässt sich später schwer nachweisen.
Nasse Elektrogeräte wieder einschalten
Geräte und Leitungen, die nass geworden sind, schalten Sie nicht wieder ein. Lassen Sie die Elektroanlage erst von einer Fachkraft prüfen.
Bei kleinen Schäden stellt sich oft die Frage: selbst beheben oder Profi? Entscheidend ist, ob Wasser in Estrich, Dämmung oder Wände gelangt ist. Das zeigt nur eine Feuchtemessung.
Kurz zusammengefasst: Nicht aufstemmen, nicht abdecken, nicht mit Heizlüfter trocknen und nichts ohne Fotos entsorgen. Nasse Elektrik bleibt aus, bis eine Fachkraft sie geprüft hat.
Wie geht es nach dem Anruf beim Fachbetrieb weiter?
Nach Ihrem Anruf folgt ein klarer Ablauf. So sieht er bei Vilson Trocknung aus:
- 1Schadensaufnahme: Wir kommen vor Ort, erfassen den Schaden und dokumentieren ihn mit Fotos.
- 2Leckortung: Wir finden die Ursache zerstörungsarm mit Thermografie, Feuchtemessung und Endoskopkamera.
- 3Technische Trocknung: Wir trocknen Estrich, Wände und Dämmschicht. In typischen Fällen dauert das zwei bis vier Wochen. Wir messen die Restfeuchte regelmäßig mit kalibrierten Geräten.
- 4Wiederherstellung: Wir koordinieren alle nötigen Gewerke aus einer Hand, von Putz und Maler bis zum Bodenleger.
- 5Abnahme: Zum Schluss messen wir die Restfeuchte und händigen Ihnen das Ergebnis schriftlich aus.
Wie lange die Trocknung nach Wasserschaden im Einzelfall dauert, hängt von Bauteil, Wassermenge und Einwirkzeit ab. Ausziehen müssen Sie in den meisten Fällen nicht. Die Geräte laufen dauerhaft, aber gedämmt. Ob ein Verbleib sinnvoll ist, besprechen wir nach der Erstaufnahme offen mit Ihnen.
Ein Praxisbeispiel: Wasserschadensanierung nach Rohrbruch in Augsburg. Vilson Trocknung ist seit 2013 im Einsatz und betreut über 1.500 Projekte pro Jahr. Unsere Fachkräfte sind TÜV-, BDSH-, Dena- und DGZfP-zertifiziert. Mit zehn Standorten in Bayern sind wir schnell vor Ort, ob bei einem Wasserschaden in München, in Augsburg oder im Umland.
FAQ: Wasserschaden – was tun?
Ich habe einen Wasserschaden in der Wohnung – was muss ich in welcher Reihenfolge tun?
Stellen Sie zuerst das Wasser ab und schalten Sie den Strom im betroffenen Bereich aus. Fotografieren Sie dann den Schaden und melden Sie ihn Ihrer Versicherung. Rufen Sie anschließend einen Fachbetrieb für Leckortung und Trocknung. Als Mieter informieren Sie zusätzlich sofort den Vermieter.
Wie melde ich einen Wasserschaden richtig?
Melden Sie den Schaden unverzüglich, am besten telefonisch über die Schadenhotline Ihrer Versicherung. Halten Sie Fotos, Uhrzeit und vermutete Ursache bereit. Fragen Sie, ob Sie vor der Beauftragung eines Fachbetriebs etwas beachten müssen.
Kann ich einen Wasserschaden selbst trocknen?
Kleine Mengen auf glatten, dichten Flächen können Sie selbst aufnehmen und mit Lüften trocknen. Ist Wasser in Estrich, Dämmschicht oder Wände gezogen, reicht das nicht. Dann braucht es eine technische Trocknung durch eine Fachfirma.
Wie schnell muss ein Wasserschaden bearbeitet werden?
Lassen Sie den Schaden innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden fachlich beurteilen. Je schneller die Trocknung beginnt, desto geringer ist das Risiko für Schimmel und dauerhafte Schäden.
Muss ich während der Trocknung ausziehen?
In den meisten Fällen nicht. Bei Schäden in einzelnen Räumen können Sie meist bleiben. Bei großflächigen Schäden oder Schäden in Bad und Küche kann ein vorübergehender Auszug sinnvoll sein.
Fazit: Ruhe bewahren, Reihenfolge einhalten
Bei einem Wasserschaden kommt es auf wenige Schritte an: Wasser abstellen, Strom sichern, Fotos machen, Versicherung informieren, Fachbetrieb rufen. Wer diese Reihenfolge einhält, begrenzt den Schaden und sichert seinen Anspruch. Für alles danach gibt es Vilson Trocknung: Leckortung, Trocknung und Wasserschadensanierung aus einer Hand, mit Dokumentation für Ihre Versicherung.


von der Vilson-Redaktion

